
Was ist eigentlich die Slow-Salty-Methode ?
Die Slow-Salty-Methode wurde von Thomas Zier über viele Jahre an der südnorwegischen Küste der Telemark entwickelt. Die Küstenabschnitte im Bereich von Kragerø und der Insel Jomfruland bilden ein riesiges Schärengebiet und beherbergen wohl eines der größten Meerforellenvorkommen Norwegens.
Das Ziel war, eine effektive Angelmethode für das Fischen auf Meerforellen im Flachwasser der Schärenküste zu entwickeln. Das Ergebnis ist die Slow-Salty-Methode. Sie ist vermutlich die erfolgreichste Angeltechnik für Spinnfischer im Bereich der Küste auf Meerforellen.
Fisch der tausend Würfe?
Sie brauchen weder „tausend Würfe“ machen noch Weltmeister im „Blinkerweitwurf“ sein, um Meerforellen zu fangen! Der Erfolg kann sich viel schneller einstellen, als Sie es sich jemals haben vorstellen können. Voraussetzung dafür ist natürlich ein hochkarätiges Angelrevier und die richtige Angelmethode!
Kennen Sie das aufkommende Gefühl der Unsicherheit, wenn Sie am Wasser stehen und überhaupt keinen Fischkontakt bekommen? Man fragt sich dann - bin ich am richtigen Angelplatz? Wo steht der Fisch bloß? Ist der Köder fängig genug und führe ich ihn richtig? Ist mein Angelgerät gut aufeinander abgestimmt? Hat meine Angelschnur etwa Scheuchwirkung auf den Fisch? Nach einiger Zeit kommen erste Zweifel auf, man fischt plötzlich irgendwie unkonzentriert. Keine Angst, uns ging es früher auch so!
Meerforellenfischen heißt in der Praxis, beobachten, lernen und nachahmen. Man sollte, so oft es geht und so viel wie möglich am Wasser sein. Dies ist in der Tat nur denen vergönnt, die unmittelbar am Meer wohnen. Man muss das Angelrevier lesen können, um die Natur zu verstehen. Manchmal glaubt man nur an einen Zufall, wenn die Meerforelle den Köder genommen hat. Später macht man die gleiche Erfahrung ein zweites Mal. Irgendwie hat man etwas dazu gelernt. Diejenigen, die das Gelernte umsetzen können, werden in Zukunft erfolgreicher auf Meerforellen fischen!

Sensibilisierungs- und Aktionsphase
Wie das Wort Slow-Salty-Methode schon beschreibt, handelt es sich bei dieser Methode, um eine verfeinerte Variante des Spinnfischens mit dem Wobbler.
Nachdem der richtige Standplatz gefunden ist, der erfahrene Angler kennt in der Regel die Standplätze der Meerforellen, wird der Köder möglichst weit ausgeworfen. Während des Eintauchens wird bereits mit dem Aufrollen der Schnur begonnen. Der direkte Kontakt zum Wobbler muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet sein. Die Spinnrute wird nun in einem steilen Winkel zur Wasseroberfläche, leicht seitlich vom Körper gehalten. Dies sieht für den erfahrenen Betrachter im ersten Moment sehr ungewöhnlich aus, ist aber für die Führung des Köders notwendig.
Wenn sich zu diesem Zeitpunkt eine Meerforelle in der Nähe befindet, wird sie unweigerlich die Verfolgung des Wobblers aufnehmen. In einem für sie günstigen Augenblick, wird sie dann, die vermeintlich leichte Beute attackieren. Es kommt vor, dass sich die Meerforellen schon während dieser Phase, der sog. Sensibilisierungsphase auf den Wobbler stürzen, jedoch zeigt die Erfahrung, dass die Mehrzahl der Bisse, mit dem Übergang in die Aktionsphase kommen.
Nachdem eine bestimmte Zeit eingekurbelt wurde, beginnt die Aktionsphase. Die Hauptschnur hat sich nun vollständig von der Wasseroberfläche gelöst. Hatte die Meerforelle den Wobbler bisher nur verfolgt (Nachläufer), so wird sie genau in diesem Moment zupacken, denn ihr Instinkt sagt ihr, dass die Beute gleich unerreichbar sein wird. Als vergleichbares Erlebnis wäre hier der Maifliegenschlupf zu nennen. Den haben die meisten Meerforellen ja als Bachforellen in ihrer Jugend miterlebt. Auch hier warten die im Forellen den günstigsten Zeitpunkt ab. Dann stoßen sie blitzschnell aus dem Gumpen oder hinter einem Stein hervor um die Beute zu attackieren. Gute Nerven sind jetzt gefragt, denn es kommt vor, dass die Meerforellen am Salty vorbeistoßen, weil die unruhige Wasseroberfläche die Siluette des Köders verwischt. Die Bisse kommen übrigens sehr energisch!
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